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Der Aufbau des Markerworts - Achtung Fallstricke!

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Ein Markerwort kann im Hundetraining ein unglaublich mächtiges Werkzeug sein, wenn es richtig eingesetzt wird. Es dient dazu, dem Hund punktgenau zu signalisieren, dass er etwas richtig gemacht hat und erleichtert die Kommunikation zwischen Mensch und Hund erheblich. Doch beim Aufbau des Markerworts kann es auch mal zu Schwierigkeiten kommen. Hier erkläre ich Dir, wie Du Dein Markerwort aufbaust und welche Fallstricke Du vermeiden solltest.


1. Warum ein Markerwort?
Das Markerwort ist ein Signal, das dem Hund unmittelbar mitteilt, dass er etwas richtig gemacht hat. Es ist also wie ein kleines, präzises „Ja!“ von Dir, das dem Hund genau zeigt, welches Verhalten belohnt wird. Diesem Wort folgt dann eine Belohnung, wie ein Leckerchen oder ein Spielzeug. Der Vorteil eines Markerworts gegenüber anderen Markersignalen wie dem Klicker ist, dass es immer zur Hand ist und Du es überall einsetzen kannst.


2. Der Aufbau des Markerworts
Der Schlüssel zum erfolgreichen Einsatz eines Markerworts liegt in seiner konsequenten und korrekten Anwendung. Hier sind die Schritte, die Dir dabei helfen können:

1. Wähle ein einzigartiges Wort:. Dein Markerwort sollte ein kurzes, prägnantes Wort sein, das Du leicht aussprechen kannst und das im Alltag nicht häufig verwendet wird. Beliebte Beispiele sind „Top” oder „Klick“. Vermeide Wörter, die Du häufig unbewusst im Alltag benutzt, um Verwechslungen zu vermeiden.

2. Konditioniere das Markerwort: Beginne damit, das Wort zu einem Belohnungsversprechen zu machen. Sage das Markerwort und gib Deinem Hund unmittelbar danach eine Belohnung. Wiederhole diesen Vorgang etwa 10-20 Mal direkt hintereinander, bis dein Hund das Markerwort mit einer positiven Belohnung verknüpft. Achte darauf, dass die Belohnung nicht später als 0,5 – 1 Sekunde nach dem Signal kommt.

3. Trainiere an einfachen Übungen: Beginne mit einfachen, klaren Verhaltensweisen, wie „Sitz“ oder „Platz“, um das Timing und die Verwendung Deines Markerworts zu perfektionieren. Dies hilft Dir, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann und wie du das Wort einsetzen solltest. Danach nutzt Du Dein Markerwort immer dann, wenn Dein Hund etwas richtig und gut macht.


3. Häufige Fallstricke und wie man sie vermeidet
1. Das Markerwort nicht im Alltag verwenden: Ein häufiger Fehler ist, das Markerwort nur im Training zu verwenden. Das führt dazu, dass der Hund das Wort nur mit Training in Verbindung bringt und es nicht in Alltagssituationen als positive Bestätigung versteht. Verwende das Markerwort regelmäßig auch außerhalb von Trainingseinheiten, um es fest im Alltagsvokabular Deines Hundes zu verankern.

2. Ungeklärte Belohnung: Es ist wichtig, dass das Markerwort immer zu einer Belohnung führt. Wenn dein Hund das Markerwort hört, erwartet er eine Belohnung. Wenn diese ausbleibt oder nicht regelmäßig erfolgt, kann das Vertrauen in das Markerwort untergraben werden. Achte darauf, dass Du immer eine Belohnung bereit hältst. Das Markerwort ist ein Versprechen, das Du Deinem Hund gibst!

3. Timing-Probleme: Ein häufiger Stolperstein ist das Timing. Der Hund sollte das Markerwort genau in dem Moment hören, wenn das gewünschte Verhalten stattfindet. Achte darauf, dass das Markerwort zeitlich so platziert wird, dass der Hund genau versteht, welches Verhalten belohnt wird. Wenn das Markerwort etwa nach dem gewünschten Verhalten kommt, verbindet der Hund die Bestätigung mit dem, was er genau nach dem Verhalten gezeigt hat.

4. Auflösen nach dem Markerwort: Wenn Dein Hund nach dem Markerwort aufsteht, weil er sich auf die Belohnung freut, kann das zu Verwirrung führen. Der Marker bezieht sich auf das Verhalten im Moment, als das Wort gesagt wird. Die Belohnung sollte jedoch in der Endposition des Hundes erfolgen. Wenn Dein Hund zum Beispiel „Sitz“ gemacht hat, das Markerwort hört und dann aufsteht, während Du die Belohnung holst, führe ihn einfach zurück in die Sitzposition und belohne ihn dort. Hier lautet die Devise: Click for action – feed in position!

5. Überforderung: Besonders zu Beginn kann es überwältigend sein, das Markerwort korrekt zu verwenden. Vermeide es, zu viele Tricks oder Verhaltensweisen gleichzeitig zu trainieren. Konzentriere Dich auf ein Verhalten, das Dein Hund schon sehr gut ausführen kann, perfektioniere das Markerwort für dieses Verhalten und erweitere dann nach und nach die Komplexität.

4. Fazit
Der Aufbau und Einsatz eines Markerworts kann eine wertvolle Ergänzung zu Deinem Hundetraining sein, wenn Du es richtig einsetzt. Das wichtigste ist, Geduld zu haben und konsequent zu sein. Das Markerwort soll Deinem Hund ein klares Signal geben, welches Verhalten gewünscht ist, und ihn für seine Bemühungen belohnen. Wenn Du die typischen Fallstricke beachtest und mit Geduld an die Sache herangehst, wird Dein Hund sehr schnell verstehen, was Du von ihm möchtest, und das Training wird für Euch beide viel effektiver und angenehmer.

Lena ist in einer Portrait Ansicht zu sehen, sie lächelt in die Kamera. Der Hintergrund ist ein Wald in herbstlichen Farben.

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