admin, Autor bei paw-ly https://paw-ly.de/author/admin/ Training für Hunde- & Halter:innen. Sun, 19 Apr 2026 19:11:28 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://paw-ly.de/wp-content/uploads/2024/04/favicon-256x256-1-150x150.png admin, Autor bei paw-ly https://paw-ly.de/author/admin/ 32 32 Listenhunde – Schubladendenken oder gerechtfertigte Bedenken? https://paw-ly.de/listenhunde-schubladendenken-oder-gerechtfertigte-bedenken/ Sun, 19 Apr 2026 18:58:28 +0000 https://paw-ly.de/?p=2231 Listenhunde – Schubladendenken oder gerechtfertigte Bedenken? Es gibt Themen im Hundetraining, bei denen man sofort merkt, wie viel Emotion darin steckt. Listenhunde gehören definitiv dazu. Kaum ein Begriff sorgt für so viele Diskussionen, so viele Meinungen und gleichzeitig so viel Unsicherheit. Zwischen Angst, Vorurteilen, Faszination und echtem Verantwortungsbewusstsein ist irgendwie alles dabei. Und je nachdem, […]

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Listenhunde – Schubladendenken oder gerechtfertigte Bedenken?

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Es gibt Themen im Hundetraining, bei denen man sofort merkt, wie viel Emotion darin steckt.

Listenhunde gehören definitiv dazu. Kaum ein Begriff sorgt für so viele Diskussionen, so viele Meinungen und gleichzeitig so viel Unsicherheit. Zwischen Angst, Vorurteilen, Faszination und echtem Verantwortungsbewusstsein ist irgendwie alles dabei. Und je nachdem, mit wem man spricht oder was man gerade liest, verschiebt sich die eigene Perspektive manchmal sogar. Genau deshalb lohnt es sich, einmal bewusst einen Schritt zurückzugehen. Nicht, um eine klare Antwort zu finden, sondern um das Thema differenzierter zu betrachten.


Wenn ein Hund zur Schublade wird

Vielleicht kennst Du solche Situationen.

Du gehst spazieren und Dir kommt ein muskulöser, kräftig gebauter Hund entgegen. Noch bevor Du ihn wirklich beobachtet hast, passiert etwas ganz automatisch: Du spürst eine leichte Anspannung, vielleicht wirst Du achtsamer oder gehst innerlich schon einen Schritt zurück.


Und das, obwohl Du über diesen individuellen Hund eigentlich noch gar nichts weißt.

Dieses Gefühl entsteht selten aus einer konkreten Erfahrung mit genau diesem Tier. Viel häufiger ist es geprägt durch Bilder, Berichte, Schlagzeilen und das, was wir im Laufe der Zeit über bestimmte Hunderassen gehört haben. 


Genau hier beginnt Schubladendenken.


Ein Hund wird nicht mehr als Individuum wahrgenommen, sondern als Vertreter einer Kategorie. Eine Kategorie, die mit bestimmten Eigenschaften verknüpft ist, noch bevor der Hund überhaupt zeigen durfte, was ihn aus macht. Das passiert oft unbewusst. Und genau deshalb lohnt es sich, an dieser Stelle einmal genauer hinzuschauen.


Was überhaupt ein „Listenhund“ ist

Der Begriff Listenhund klingt erstmal sehr eindeutig, ist aber in der Praxis gar nicht so klar, wie man vielleicht denkt.

Gemeint sind Hunderassen, die gesetzlich als potenziell gefährlich eingestuft werden und deshalb auf einer Liste stehen. Diese Einstufung hat konkrete Folgen für die Haltung, für Auflagen im Alltag und oft auch für die Möglichkeiten, einen solchen Hund überhaupt zu besitzen.


Was viele nicht wissen: Diese Listen unterscheiden sich je nach Bundesland teilweise deutlich.

In Bayern zum Beispiel gibt es zwei Kategorien. Hunde der ersten Kategorie gelten per Gesetz als gefährlich, unabhängig davon, wie sie sich im Alltag verhalten. Bei Hunden der zweiten Kategorie kann durch einen Wesenstest nachgewiesen werden, dass sie „unauffällig“ sind. In anderen Bundesländern, wie etwa Sachsen, ist das Ganze deutlich weniger streng geregelt. 


Was all diese Hunde jedoch verbindet, ist vor allem ihr Erscheinungsbild.

Sie wirken kräftig, muskulös, oft kompakt gebaut, mit breitem Kopf und ausgeprägter Körperstruktur. Dieses äußere Erscheinungsbild ist häufig das Erste, was bewertet wird, noch bevor Verhalten überhaupt eine Rolle spielt.


Um das Thema wirklich zu verstehen, lohnt sich aber ein Blick in die Vergangenheit.

Viele dieser Hunderassen wurden ursprünglich für Zwecke gezüchtet, die heute aus gutem Grund kritisch gesehen werden. Dazu gehörten unter anderem Hundekämpfe, aber auch Einsätze, bei denen Durchsetzungsfähigkeit, Mut und körperliche Stärke gefragt waren.

Diese Zuchtziele haben bestimmte Eigenschaften begünstigt. Dazu gehören Ausdauer, eine gewisse Schmerzunempfindlichkeit und die Fähigkeit, sich in Konfliktsituationen nicht sofort zurückzuziehen.


Gleichzeitig ist wichtig zu verstehen, dass Zuchtgeschichte nicht gleich Verhalten im Hier und Jetzt bedeutet.

Viele dieser ursprünglichen Verwendungszwecke spielen heute keine Rolle mehr. Trotzdem bleiben sie ein Teil der Diskussion, weil sie  vermeintlich „erklären“, warum diese Hunde überhaupt in den Fokus geraten sind.


Hinzu kommen einzelne Vorfälle, die medial sehr präsent waren. In Deutschland führte ein tödlicher Angriff Anfang der 2000er Jahre dazu, dass entsprechende Gesetze eingeführt wurden.


Solche Ereignisse haben eine enorme Wirkung. Sie prägen Wahrnehmung, beeinflussen politische Entscheidungen und bleiben oft länger im Gedächtnis als unzählige unauffällige Alltagssituationen.


Sind diese Hunde wirklich gefährlicher?

Diese Frage wird immer wieder gestellt und gleichzeitig ist sie schwer eindeutig zu beantworten.

Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass sich kein klar erhöhtes Aggressionspotenzial dieser Rassen im Vergleich zu anderen Hunden nachweisen lässt. Auch Unterschiede in der Beißkraft, bei ähnlich großen Hunden, konnten nicht eindeutig bestätigt werden.


Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Unterschiede gibt, die relevant sein können.

Ein entscheidender Faktor ist die körperliche Voraussetzung. Ein großer, muskulöser Hund bringt ein anderes Gewicht und eine andere Kraft mit als ein kleiner Hund. Wenn es zu einem Vorfall kommt, können die Folgen dadurch deutlich schwerwiegender sein.

Das ist ein Punkt, den man nicht ignorieren sollte.

Gleichzeitig ist es wichtig, daraus keine pauschalen Schlüsse zu ziehen. Ein höheres Schadenspotenzial bedeutet nicht automatisch eine höhere Wahrscheinlichkeit für problematisches Verhalten.


Genau hier wird das Thema so komplex.


Je länger man sich mit diesem Thema beschäftigt, desto deutlicher wird ein Punkt. Das Verhalten eines Hundes entsteht nicht im luftleeren Raum. Natürlich bringen Hunde bestimmte Veranlagungen mit. Das gilt für Hütehunde, die Bewegungsreize kontrollieren möchten, genauso wie für Jagdhunde oder eben auch für kräftige, durchsetzungsfähige Rassen. Diese Veranlagungen sind jedoch nur ein Teil des Gesamtbildes. Der andere Teil ist der Mensch.


Wie wird der Hund sozialisiert?
Welche Erfahrungen macht er in seiner Umwelt?
Wie wird mit Stress, Frust und Konflikten umgegangen?


Ein Hund, der fair begleitet wird, klare Strukturen bekommt und in einem passenden Umfeld lebt, entwickelt sich völlig anders als ein Hund, der unter Druck steht oder für falsche Zwecke eingesetzt wird.

Das gilt unabhängig von der Rasse.


Und genau deshalb lässt sich die Frage nach „gefährlich oder nicht“ nie losgelöst vom Menschen beantworten.


Zwischen Verantwortung und Vorurteil

Was dieses Thema so herausfordernd macht, ist die Tatsache, dass beide Seiten nachvollziehbare Argumente haben.

Auf der einen Seite steht der Wunsch nach Sicherheit. Gerade wenn man sich die körperlichen Voraussetzungen dieser Hunde anschaut, erscheint es logisch, dass bestimmte Regelungen greifen sollen.

Auf der anderen Seite steht die Kritik an pauschalen Einordnungen. Denn eine Rasse allein sagt nichts über den einzelnen Hund aus.

Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich die gesamte Diskussion.


Es ist kein Schwarz oder Weiß. Es ist ein Spannungsfeld, in dem man immer wieder neu abwägen muss.

Und genau deshalb ist es so wichtig, sich nicht nur auf eine Perspektive zu verlassen.


Was oft vergessen wird

Ein Punkt, der in vielen Diskussionen wenig Raum bekommt, sind die langfristigen Konsequenzen solcher Regelungen.

Viele dieser Hunde landen in Tierheimen oder bei Tierschutzvereinen und Pflegefamilien und haben nur geringe Chancen, vermittelt zu werden. Nicht, weil sie auffällig sind, sondern weil die Hürden für potenzielle Halter:innen hoch sind oder Unsicherheiten bestehen.

Das führt dazu, dass manche Hunde sehr lange oder sogar ihr gesamtes Leben im Tierheim verbringen.

Gleichzeitig fehlen diese Plätze für andere Hunde, die möglicherweise schneller ein neues Zuhause finden könnten.

Das ist eine Realität, die man mitdenken sollte, wenn man über dieses Thema spricht.


Am Ende geht es vielleicht gar nicht darum, eine endgültige Antwort zu finden.

Viel wichtiger ist eine andere Frage:

Was braucht dieser Hund und kann ich ihm das geben?

Wer sich für einen solchen Hund entscheidet, übernimmt Verantwortung. Nicht nur im Alltag, sondern auch in Bezug auf gesetzliche Auflagen, Organisation und gesellschaftliche Wahrnehmung.


Es geht nicht darum, ob man einen Listenhund halten darf.
Es geht darum, ob man bereit ist, die Verantwortung zu tragen, die damit einhergeht.

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Der stationäre Spaziergang – Struktur und Sicherheit im Alltag mit Hund https://paw-ly.de/der-stationaere-spaziergang-struktur-und-sicherheit-im-alltag-mit-hund/ Tue, 17 Mar 2026 10:30:00 +0000 https://paw-ly.de/?p=2210 Der stationäre Spaziergang – Struktur und Sicherheit im Alltag mit Hund Viele Menschen haben beim Spazierengehen mit ihrem Hund ein bestimmtes Bild im Kopf: möglichst lange laufen, neue Wege entdecken, viel Strecke machen. Lange Zeit dachte ich auch, dass ein „guter“ Spaziergang genau so aussehen muss. Heute sehe ich das anders. Denn viele Hunde profitieren […]

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Der stationäre Spaziergang – Struktur und Sicherheit im Alltag mit Hund

Viele Menschen haben beim Spazierengehen mit ihrem Hund ein bestimmtes Bild im Kopf: möglichst lange laufen, neue Wege entdecken, viel Strecke machen. Lange Zeit dachte ich auch, dass ein „guter“ Spaziergang genau so aussehen muss.

Heute sehe ich das anders.

Denn viele Hunde profitieren nicht davon, jeden Tag eine neue Strecke zu erkunden. Ganz im Gegenteil: Für viele Hunde ist es deutlich entspannter, wenn sie ihre Umgebung kennen und wissen, was sie erwartet. Genau hier kommt der stationäre Spaziergang ins Spiel.


Was ist ein stationärer Spaziergang?

Der stationäre Spaziergang wird manchmal auch Inselspaziergang genannt.

Die Idee dahinter ist eigentlich ganz einfach: Man läuft eine feste Strecke und baut entlang dieses Weges verschiedene Stationen ein. Diese Stationen bleiben immer gleich – sowohl der Ort als auch die Aktivität.  An einer Stelle findet vielleicht eine Suchaufgabe statt, an einer anderen eine kurze Trickeinheit, an einer weiteren eine Pause oder eine Spielsequenz.

Der Spaziergang bekommt dadurch eine klare Struktur. Mit der Zeit entsteht etwas Spannendes: Viele Hunde wissen schon auf dem Weg zur Station, was sie dort erwartet. Sie laufen zielgerichtet dorthin oder verändern ihre Motivation bereits auf dem Weg dorthin.

Diese Erwartungssicherheit ist einer der größten Vorteile dieses Spaziergangskonzepts.

Warum Struktur vielen Hunden hilft

Gerade Hunde, die schnell in hohe Erregung geraten, profitieren enorm von klaren Abläufen.

Wenn ein Hund weiß, was gleich passiert, kann er sich besser orientieren. Die Situation wird vorhersehbar und damit auch leichter zu bewältigen.

Das kann besonders hilfreich sein für:

  • unsichere oder ängstliche Hunde

  • Hunde mit hoher Erregung

  • junge Hunde

  • ältere Hunde

  • Hunde, die draußen schnell überfordert sind

Die Stationen können dabei wie kleine Sicherheitsinseln wirken. Der Hund weiß: An dieser Stelle passiert etwas Vertrautes.

Diese Erwartungssicherheit kann enorm beruhigend sein und hilft vielen Hunden, auch zwischen den Stationen entspannter unterwegs zu sein.  Gleichzeitig profitieren auch wir Menschen davon. Statt auf jedem Spaziergang neu überlegen zu müssen, womit wir unseren Hund beschäftigen könnten, gibt der stationäre Spaziergang bereits einen klaren Rahmen vor und nimmt uns Denkarbeit ab.

Wie ein stationärer Spaziergang entstehen kann

Ein stationärer Spaziergang entsteht meistens nicht über Nacht. Viele Stationen entwickeln sich mit der Zeit ganz natürlich. Bei uns gibt es zum Beispiel eine Stelle mit mehreren Baumstämmen. Dort haben wir eine Suchstation aufgebaut. Während mein Hund Futter sucht, verstecke ich weitere kleine Futterstücke zwischen den Stämmen, die er anschließend finden darf.  Ein Stück weiter gibt es eine Wiese, die mein Hund schon immer besonders gerne mochte. Irgendwann wurde daraus eine weitere Station, an der wir gemeinsam nach einem Ball suchen oder kleine Aufgaben machen. Andere Stationen können auch entstehen, weil die Umgebung bestimmte Reize mit sich bringt. Eine Trainerkollegin hat beispielsweise eine Schnüffelstation an einer Pferdekoppel aufgebaut, weil ihr Hund die Pferde zunächst sehr aufregend fand. Durch die Verknüpfung mit einer ruhigen Futtersuche wurde aus dieser schwierigen Stelle mit der Zeit ein entspannter Teil des Spaziergangs. Solche Veränderungen zeigen, wie flexibel dieses Konzept sein kann.


Wichtige Gedanken zum Aufbau

Wenn du einen stationären Spaziergang ausprobieren möchtest, lohnt es sich, ein paar Dinge zu beachten.

Zuerst: Starte mit einer einzigen Station. Viele Menschen planen direkt mehrere Stationen gleichzeitig. In der Praxis funktioniert es meist besser, wenn sich die Struktur langsam entwickelt. Sobald dein Hund eine Station gut kennt, kann eine weitere dazukommen.

Auch der Ort spielt eine Rolle.

Gerade am Anfang ist es sinnvoll, Stationen an Stellen aufzubauen, die relativ ruhig und übersichtlich sind. Orte mit starkem Durchgangsverkehr können später durchaus integriert werden, aber für den Einstieg helfen ruhigere Bereiche oft sehr.

Außerdem muss die Runde nicht besonders lang sein. Viele stationäre Spaziergänge sind relativ kurz, weil sie durch die Stationen ohnehin mehr Inhalt haben als ein reiner Laufspaziergang.

Der Kreativität sind bei stationären Spaziergängen kaum Grenzen gesetzt.

Typische Stationen können zum Beispiel sein:

  • Suchstationen mit Futter

  • Trickstationen

  • Spielstationen

  • Beobachtungsstationen

  • Pausenstationen

  • Umwelt-Targets

  • Slalomstationen zwischen Pfosten oder Bäumen

Auch Freizeitstationen können sinnvoll sein. Eine Wiese, auf der der Hund einfach schnüffeln oder sich bewegen darf, kann genauso Teil des Spaziergangs sein. Viele Stationen entstehen auch aus dem, was die Umgebung ohnehin anbietet: Baumstämme zum Draufspringen, Pfosten für Slalomübungen oder ruhige Plätze zum Beobachten der Umwelt.

Mit der Zeit entwickelt sich daraus oft ein ganz individueller Spaziergang, der genau zu deinem Hund passt.


Weniger Strecke, mehr Qualität

Etwas, das ich an stationären Spaziergängen besonders spannend finde: Hunde beginnen oft selbst, ihre Stationen einzufordern.

Manche laufen gezielt zu bestimmten Orten oder bleiben stehen, weil sie wissen, was dort normalerweise passiert. Diese Momente sind für mich immer besonders wertvoll, weil sie zeigen, wie stark Hunde auf wiederkehrende Strukturen reagieren.

Der Spaziergang wird dadurch nicht nur Beschäftigung, sondern auch Kommunikation.

Der stationäre Spaziergang zeigt sehr deutlich, dass ein guter Spaziergang nicht unbedingt lang sein muss. Manchmal ist ein strukturierter Spaziergang mit klaren Stationen deutlich erfüllender als eine lange Strecke ohne Orientierung. Gerade für Hunde, die schnell gestresst oder überfordert sind, kann diese Struktur einen großen Unterschied machen.

Und oft merken auch wir Menschen schnell:


Wenn man weiß, was unterwegs passiert, wird der Spaziergang selbst deutlich entspannter.

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Das Exittarget – Ich bin dann mal weg https://paw-ly.de/das-exittarget-ich-bin-dann-mal-weg/ Tue, 10 Mar 2026 10:34:00 +0000 https://paw-ly.de/?p=2203 Exittarget – Ich bin dann mal weg Es gibt Momente im Training oder im Alltag, in denen Hunde deutlich zeigen: Das ist gerade zu viel. Manche bellen, manche frieren ein, manche machen plötzlich alles gleichzeitig.   Und manche Hunde versuchen, uns etwas zu sagen, nur haben sie oft kein klares Werkzeug dafür. Und manchmal merken […]

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Exittarget - Ich bin dann mal weg

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Es gibt Momente im Training oder im Alltag, in denen Hunde deutlich zeigen: Das ist gerade zu viel.

Manche bellen, manche frieren ein, manche machen plötzlich alles gleichzeitig.

 

Und manche Hunde versuchen, uns etwas zu sagen, nur haben sie oft kein klares Werkzeug dafür.

Und manchmal merken wir erst im Nachhinein, dass der Hund längst über seiner Grenze war.

 

Was vielen Hunden fehlt, ist nicht Motivation.
Was ihnen fehlt, ist eine Möglichkeit auszusteigen.

Genau hier kommt das Exittarget ins Spiel.

 

Für mich ist es eines der wertvollsten Tools im bedürfnisorientierten Training. Nicht, weil es Verhalten „löst“. Sondern weil es Kommunikation sichtbar macht und unseren Hunden ein Werkzeug an die Hand gibt, mit dem sie uns genau sagen können, was sie gerade brauchen.

 

Was ist ein Exittarget?

Ein Exittarget ist ein bewusst aufgebauter Ort, Gegenstand oder ein Verhalten, das der Hund aufsuchen kann, um aus einer Situation auszusteigen.

 

Das kann ein Schnüffelteppich sein, eine Decke, ein Target, ein Spielzeug oder auch ein mobiles Target für unterwegs. Entscheidend ist nicht die Form, sondern die Bedeutung, die dahintersteht. Der Hund lernt: Wenn ich dorthin gehe, passiert etwas Verlässliches. Ich darf pausieren, ich darf Abstand nehmen, ich muss gerade nichts leisten. Damit wird aus einem einfachen Gegenstand eine Kommunikationsmöglichkeit. Gerade im Training ist das ein großer Unterschied. Statt Frust auszuhalten oder immer weiter zu versuchen, kann der Hund aktiv sagen, dass er eine Pause braucht. Dieses aktive Entscheiden ist der Kern des Exittargets.

 

Unser Hund kann damit ausdrücken:

 

„Ich brauche eine Pause.“

„Das ist mir zu viel.“

„Ich kann gerade nicht weitermachen.“


Oder einfach: „Ich möchte gerade nicht.“

 

Das kann ein Schnüffelteppich sein, eine Decke, ein Target, ein Gegenstand oder auch ein mobiles Target für unterwegs. Entscheidend ist nicht das Objekt. Entscheidend ist die Bedeutung. Der Hund lernt: Wenn ich dort hingehe, das nehme oder das berühre, darf ich aussteigen.


Warum das so wichtig ist

Viele Hunde sind sehr bemüht. Besonders Hunde, die gerne mit Menschen arbeiten oder viel Trainingserfahrung haben, versuchen oft lange, die „richtige“ Antwort zu finden. Wenn sie diese nicht finden, entstehen typische Muster: schnelleres Verhalten, hektisches Ausprobieren, Bellen, Einfrieren oder Übersprungshandlungen. Von außen wirkt das manchmal wie Ungehorsam, tatsächlich ist es häufig Überforderung oder Frust.

 

Ein Exittarget verändert genau diesen Moment.

 

Es gibt dem Hund Selbstwirksamkeit. Der Hund erlebt, dass sein Verhalten Einfluss hat. Dass er nicht nur reagiert, sondern Entscheidungen treffen darf. Dieses Gefühl ist enorm wichtig für emotionale Stabilität im Training. Ein Hund, der weiß, dass er aussteigen kann, bleibt oft länger in Situationen, die für ihn nicht optimal sind. Paradox wirkt es so, als würde er kooperativer werden, obwohl er mehr Entscheidungsfreiheit hat.

 

Zudem ist es für uns als Halter:innen manchmal garnicht so leicht unserem Hund anzusehen, dass er überfordert ist, oder, dass wir schon zu viele anstrengende Situationen auf dem gleichen Spaziergang hinter uns gebracht haben. Nur, weil etwas für uns nicht stressig wirkte, bedeutet das nicht, dass unsere Fellnasen das genauso empfinden. 

Und am wichtigsten: Wir können das aufkommende Gefühl von Frust oder Überforderung noch nicht entdecken, wir können es erst sehen und bewerten, wenn es sich schon körperlich zeigt. 

Und genau das macht das Exittarget zu einem mächtigen Tool, denn: Unser Hund merkt, dass bei ihm beispielsweise Frust entsteht und kann dann entscheiden: Greife ich auf meine alten Verhaltensweisen zurück? Oder nutze ich mein Exittarget, um zu zeigen: Hey, hier wird es gerade zu viel. 


Wann ein Exittarget sinnvoll ist

Viele denken zuerst an Trainingssituationen, und dort ist es tatsächlich besonders naheliegend. Wenn ein Hund frustriert ist, neue Aufgaben schwierig sind oder die Konzentration nachlässt, kann das Exittarget eine Pause strukturieren.

 

Aber der Nutzen geht deutlich weiter.

 

Im Alltag kann es helfen, wenn Situationen schnell zu viel werden. Auf Spaziergängen, bei neuen Umgebungen, bei Begegnungen oder in Kontexten wie Medical Training kann ein Exittarget eine wichtige Sicherheitsstrategie sein.

Gerade sensible oder schnell frustrierte Hunde profitieren davon. Ebenso Hunde, die sehr engagiert arbeiten und Schwierigkeiten haben, selbst zu pausieren.

 

Wichtig ist dabei: Das Exittarget ersetzt nicht die Beobachtung. Es ist nicht immer ein Frühwarnsystem. Manche Hunde können es in hoher Erregung nicht nutzen. Trotzdem verändert allein die Möglichkeit oft das Verhalten.

 

Eigentlich gibt es keinen Hund, der davon nicht profitieren kann. Sollte Dein Hund allerdings schon eine funktionierende Strategie für solche Situationen haben, bspw. ein Kooperationssignal, dann ist das Exittarget evtl. nicht unbedingt notwendig. 

 

Thy und die Stöcke

Das Exittarget ist bei Thy nicht entstanden, weil ich gezielt danach gesucht habe. Es ist entstanden, weil er es mir gezeigt hat. 

Wenn Thy auf Spaziergängen überfordert ist, sucht er sich einen Stock. Er nimmt ihn ins Maul und trägt ihn..und zwar direkt nach Hause. Ganz egal wo wir sind, er nimmt sich einen Stock, dreht um und geht Richtung Auto oder direkt heim. Dieses Verhalten tritt zuverlässig in Momenten auf, in denen etwas zu viel war oder auch Langeweile aufgetreten ist.

 

Lange habe ich das einfach als Verhalten wahrgenommen, dass er eben zeigt, weil er gerne Sachen trägt. Ich fand es total lustig, habe 3000 Bilder und Videos davon in meiner Galerie und witzige Nachrichten an meinen Partner: „Schau mal Thy bringt wieder einen Stock nachhause!“. Irgendwann habe ich verstanden, dass es eine Form von Selbstegulation ist.

Er macht Pause.
Er organisiert sich.
Er nimmt sich aus der Situation raus.

 

Dann habe ich in meiner Ausbildung zur Hundetrainerin das erste Mal vom Exittarget gehört und wir haben es auch direkt mit einem Schnüffelteppich aufgebaut. Das Ergebnis war phänomenal. Thy ist ein Hund, der sehr sehr schnell frustriert ist, dann fängt er im Training das Bellen an. Zum Beispiel, wenn:
– Das Training zu lange dauert
– Wir zu oft die gleichen Wiederholungen machen
– Er nicht direkt versteht, was ich von ihm möchte.

Die Ausstiegsmöglichkeit im stationären Training hat er innerhalb von 15 Sekunden verstanden und seit dem immer wieder eingefordert. Das Spannende: Thy hat im Training nicht mehr gebellt. Denn bevor er dazu kam, hatte er sich schon auf den Weg zum Schnüffelteppich gemacht. Kurz pausiert. Und dann? Ja dann konnte es weitergehen. Er kam eigenständig wieder zu mir und wollte weiter trainieren.


Drinnen habe wir also stationär einen Schnüffelteppich und draußen? Draußen habe ich die Stöcke gegen seinen Dummy getauscht, der immer an meinem Gürtel hängt und immer zur Verfügung steht. Knibbelt er daran herum, gebe ich ihm den Dummy und wir gehen nach Hause. 

 

Genau deshalb passt dieses Tool so gut zu Stresshunden. Viele von ihnen haben bereits Strategien. Wir müssen sie nur erkennen und ihnen einen Rahmen geben.

 

Wichtige Gedanken zum Einstieg

Ein Exittarget funktioniert nur, wenn es wirklich respektiert wird. Wenn der Hund es nutzt, ist das Kommunikation. Keine Verweigerung, kein Ungehorsam und kein „Testen“. Das bedeutet auch, dass man es nur aufbauen sollte, wenn man bereit ist, diese Entscheidung anzunehmen. Sonst verliert es seine Bedeutung sehr schnell.  Gleichzeitig ist es kein Wundermittel. Es verhindert Stress nicht und ersetzt kein Training. Es ist ein Werkzeug, das Selbstregulation unterstützt.

 

Und genau darin liegt sein Wert.

 

Ein Perspektivwechsel

Viele Trainingsfragen drehen sich darum, wie wir Verhalten aufbauen, verbessern oder stabilisieren. Das Exittarget ergänzt diese Perspektive um eine andere Frage: Wie ermöglichen wir dem Hund, auszusteigen?

 

Gerade bei sensiblen, schnell frustrierten oder sehr engagierten Hunden ist dieser Perspektivwechsel entscheidend. Training wird dadurch nicht weniger klar, sondern fairer. Denn manchmal ist Fortschritt nicht das Durchhalten. Manchmal ist Fortschritt die Pause.

 

Und manchmal ist das wichtigste Signal im Training genau dieses:
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Stress 1×1 – Wie kann ich meinem Hund helfen? https://paw-ly.de/stress-1x1-wie-kann-ich-meinem-hund-helfen/ Tue, 03 Mar 2026 10:35:42 +0000 https://paw-ly.de/?p=2197 Stress 1×1 – Wie kann ich meinem Hund helfen? Stress gehört zum Leben dazu. Auch für Hunde.   Trotzdem verunsichert es viele Halter:innen, wenn sie merken, dass ihr Hund angespannt ist, schneller reagiert oder scheinbar „aus dem Nichts“ Schwierigkeiten bekommt. Oft entsteht dann der Wunsch, sofort etwas zu tun, den Hund zu beruhigen, die Situation […]

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Stress 1x1 – Wie kann ich meinem Hund helfen?

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Stress gehört zum Leben dazu. Auch für Hunde.

 

Trotzdem verunsichert es viele Halter:innen, wenn sie merken, dass ihr Hund angespannt ist, schneller reagiert oder scheinbar „aus dem Nichts“ Schwierigkeiten bekommt. Oft entsteht dann der Wunsch, sofort etwas zu tun, den Hund zu beruhigen, die Situation zu lösen oder das Verhalten gänzlich zu stoppen.

 

Genau hier brauchen wir einen wichtigen Perspektivwechsel:
Wenn ein Hund gestresst ist, braucht er keine Korrektur, sondern Unterstützung!


Schritt 1: Erst verstehen, dann handeln

Wenn ich bei Thy merke, dass er gestresst ist, versuche ich zuerst nicht sofort zu reagieren, sondern kurz innezuhalten. Klingt schwer. Und das ist es am Anfang auch.

Die zentrale Frage ist immer:
Was stresst meinen Hund gerade eigentlich?

Das klingt banal. Ist aber der wichtigste Schritt. Denn Stress ist eine körperliche Reaktion und keine Ursache. Wenn ich nur versuche, Verhalten zu verändern, ohne den Auslöser zu kennen, bleibt das Problem meist bestehen. Genau wie bei uns Menschen, wenn wir nur Symptome behandeln.

 

Typische Ursachen können sein:

  • Schmerzen oder körperliches Unwohlsein

  • viele Reize hintereinander

  • Veränderungen im Alltag

  • fehlende Lösungsstrategien in bestimmten Situationen

  • zu hohe Erwartungen oder Anforderungen

 

Gerade Schmerzen sind etwas, das man leicht übersieht. Hunde können unfassbar gut maskieren. Wenn Dein Hund also Probleme im Alltag hat und das Training zeigt nicht den gewünschten Effekt, dann schadet ein Besuch bei der Tierarztpraxis nicht.

 

Schritt 2: Stress reduzieren statt aushalten lassen

Ein häufiger Gedanke ist „Da muss er durch.“ Das ist verständlich, jedoch selten hilfreich.

 

Wenn ein Hund keine Strategie hat, bleibt er im Stresszustand hängen. Dann lernt er nicht, sondern reagiert nur. Deshalb ist Soforthilfe häufig sehr simpel: Den Stressor reduzieren oder den Hund aus der Situation nehmen.

 

Das kann bedeuten:

  • Abstand vergrößern

  • Reize wegnehmen (z. B. Vorhang schließen)

  • Raum wechseln

  • Training abbrechen

  • Anforderungen reduzieren

 

Im Alltag sind das oft kleine Management-Entscheidungen, die einen großen Unterschied machen. Zum Beispiel beim Thema Besuch: Ritual, alternative Beschäftigung und notfalls Rückzug ermöglichen.

 

Management ist kein Aufgeben.
Management ist Voraussetzung für Lernen.


Schritt 3: Dem Hund helfen, sich selbst zu regulieren

Wenn Stress noch moderat ist, können Hunde aktiv unterstützt werden, wieder runterzufahren.

Was häufig gut funktioniert:

 

Kauen und Schlecken
Diese Aktivitäten wirken physiologisch beruhigend. Eine Schleckmatte, etwas zu kauen oder eine kleine Futterbeschäftigung kann helfen, Anspannung abzubauen.

 

Futterlandschaften
Mehrere Optionen gleichzeitig geben dem Hund Selbstbestimmung. Er kann wählen, was ihm gerade hilft.

 

Körperliche Regulation
Langsame Bewegung, Strecken oder leichte isometrische Übungen können Muskelspannung reduzieren.

 

Rituale
Vorhersagbarkeit senkt Stress enorm. Wiederkehrende Abläufe geben Sicherheit.

 

Wichtig ist: Erst Analysieren, dann Alternative anbieten, danach entscheiden, ob der Stressor entfernt werden muss.


Schritt 4: Mindset Check – Stress ist nicht immer schlecht

Ein wichtiger Punkt, der vielen schwerfällt: Stress darf existieren.

 

Ziel ist nicht, Stress komplett zu vermeiden. Ziel ist, dass der Hund Strategien entwickelt. Und das Wichtigstes: Wir können und dürfen Stress auch garnicht ganz verhindern! 

 

Manche Situationen dürfen herausfordernd sein, solange:

  • der Hund noch ansprechbar ist

  • er Unterstützung bekommt

  • er eine Lösung finden kann


Diese „Feldversuche“ sind wichtig, um Fortschritt zu ermöglichen. Dabei geht es nicht darum, den Hund durch Stress zu zwingen, sondern ihm zu zeigen, wie er damit umgehen kann.


Schritt 5: Alltag prüfen

Wenn Stress häufiger auftritt, lohnt sich der Blick auf das Gesamtbild.

 

Fragen, die ich mir selbst stelle:

War die letzte Woche besonders voll?

 

Gab es Veränderungen?

 

Gab es wenig Erholung?

 

Häufen sich kleine Stressoren?

 

Könnte körperlich etwas dahinterstecken?

 

Oft ist es keine einzelne Situation, sondern die Summe. Dann ist Soforthilfe manchmal schlicht: weniger machen.

 

Mehr Ruhe.
Mehr Schnüffeln.
Weniger Training.


Ein Gedanke zum Schluss

Viele Halter:innen denken, sie müssten alles perfekt machen.

 

Das ist nicht realistisch.

 

Stress gehört zum Leben mit Hund dazu. Entscheidend ist nicht, ihn zu vermeiden, sondern ihn zu verstehen und den Hund darin zu begleiten. Und manchmal ist Soforthilfe genau das:
Beobachten. Ursache suchen. Druck rausnehmen. Unterstützung geben.

Lena ist in einer Portrait Ansicht zu sehen, sie lächelt in die Kamera. Der Hintergrund ist ein Wald in herbstlichen Farben.

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Stress beim Hund erkennen – was uns unsere Hunde wirklich sagen https://paw-ly.de/stress-beim-hund-erkennen-was-uns-unsere-hunde-wirklich-sagen/ Tue, 24 Feb 2026 09:58:48 +0000 https://paw-ly.de/?p=2186 Stress beim Hund erkennen – was uns unsere Hunde wirklich sagen Es gibt Tage, an denen ein Spaziergang sich leicht anfühlt. Alles läuft ruhig, Begegnungen gelingen, der Hund ist ansprechbar und man kommt entspannt wieder nach Hause. Und dann gibt es diese anderen Tage. Von außen wirkt nichts besonders schwierig, trotzdem merkt man danach, wie […]

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Stress beim Hund erkennen – was uns unsere Hunde wirklich sagen

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Es gibt Tage, an denen ein Spaziergang sich leicht anfühlt. Alles läuft ruhig, Begegnungen gelingen, der Hund ist ansprechbar und man kommt entspannt wieder nach Hause. Und dann gibt es diese anderen Tage. Von außen wirkt nichts besonders schwierig, trotzdem merkt man danach, wie anstrengend es eigentlich war. Wir sind ausgepowert, unser Hund „dreht am Rad“ und plötzlich hat man auch irgendwie garnicht mehr so wirklich Lust auf die nächste Gassirunde.

 

Wenn der Spaziergang mehr Energie kostet als erwartet

So einen Moment hatte ich vor kurzem mit Thy. Eine enge Situation auf dem Gehweg, eine schnell vorbeigehende Person, kaum Möglichkeit auszuweichen. Thy war in diesem Moment nicht erreichbar und machte einen kurzen Satz nach vorne. Ich konnte ihn sichern, die Situation war sofort wieder vorbei. Trotzdem blieb dieses Gefühl von „Das war gerade etwas viel“.

 

Nicht im Sinne von Ärger oder Wut, sondern eher als Erinnerung daran, wie komplex der menschliche Alltag für unsere Hunde manchmal ist. Gerade wenn man mit einem sensiblen oder reaktiven Hund zusammen lebt, merkt man immer wieder, dass Fortschritt nicht bedeutet, dass solche Momente nie wieder passieren. Fortschritt bedeutet eher, dass man Situationen besser einordnen, reflektieren und managen kann.

 

Stress ist nicht immer sofort sichtbar

Im Training sprechen wir oft über Stress, aber im Alltag übersieht man ihn leicht. Viele Auslöser sind nicht spektakulär. Schmerzen, Hunger, ungewohnte Gerüche oder viele kleine Reize hintereinander können ausreichen, damit ein Hund schneller an seine Grenzen kommt.

 

Wenn ich Kopfschmerzen habe, bin ich dünnhäutiger und weniger geduldig. Ähnlich geht es unseren Hunden. Körperliches Unwohlsein kann Verhalten deutlich verändern, ohne, dass es sofort auffällt. Bei Thy sehe ich das zum Beispiel, wenn er schneller auf Reize reagiert oder sich schlechter konzentrieren kann.

 

Auch scheinbar positive Situationen können sehr aktivierend wirken. Besuch von vertrauten Menschen ist dafür ein gutes Beispiel. Ein Hund kann sich freuen und gleichzeitig so aufgeregt sein, dass der Körper in einen Stresszustand kommt oder darin stecken bleibt. Das bedeutet nicht, dass die Situation schlecht ist, sondern dass der Hund Unterstützung beim Runterfahren braucht. 

 

Im Alltag lohnt es sich deshalb, nicht nur auf große Reaktionen zu achten, sondern auf die kleinen Veränderungen im Verhalten.

 

Woran man Stress im Alltag erkennen kann

Viele Stressanzeichen sind subtil. Manche wirken auf den ersten Blick sogar niedlich oder normal. Erst im Zusammenhang mit der Situation werden sie verständlich und sind als „Stress“ erkennbar. Typisch ist zum Beispiel eine veränderte Körperspannung im Gesicht. Die Ohren gehen leicht nach hinten, die Stirn wirkt angespannt, die Lefzen werden nach hinten gezogen. Auch häufiges Gähnen oder Züngeln über den Nasenspiegel kann hier zum Hinweis werden.

 

Manche Hunde schütteln sich nach einer schwierigen Situation, andere beginnen sich zu kratzen oder trinken plötzlich sehr viel. Bei Thy sehe ich Stress oft daran, dass er stärker hechelt oder sich schlechter konzentrieren kann. Diese Zeichen sind nicht einzeln entscheidend, sondern immer im Gesamtbild zu betrachten. Nicht jeder Hund, der draußen mal gähnt ist sofort gestresst.

 

Mit der Zeit entsteht ein Gefühl dafür, wie der eigene Hund aussieht, wenn er entspannt ist. Dieses Wissen macht es leichter zu erkennen, wann etwas kippt und wann die Fellnase etwas mehr Unterstützung braucht.

 

Mögliche Stressanzeichen beim Hund

Stress zeigt sich nicht immer deutlich. Viele Signale sind leise und werden im Alltag schnell übersehen. Besonders wichtig ist deshalb, einzelne Anzeichen immer im Zusammenhang mit der Situation und dem gesamten Verhalten zu betrachten.

 

Typische Stressanzeichen können sein:

  • verändertes Hecheln (angespannt, kürzer, spatelförmige Zungenform)

  • erhöhte Muskelspannung im Gesicht

  • Ohren nach hinten orientiert

  • nach hinten gezogene Lefzen

  • sichtbares Augenweiß

  • häufiges Züngeln oder über den Nasenspiegel lecken

  • aufgestellte Tasthaare (Vibrissen)

  • zäher, fädiger Speichel


Auch über den Körper lassen sich Hinweise erkennen:

  • insgesamt erhöhte Körperspannung

  • plötzliches Erstarren (Freeze)

  • angespannte oder zackige Rutenbewegungen

  • aufgestelltes Fell (Piloerektion)

  • Abschütteln nach Situationen

  • vermehrtes oder wiederholtes Strecken

  • plötzliches Kratzen ohne erkennbaren Juckreiz

  • vermehrter Fellverlust nach belastenden Situationen

  • Schuppenbildung

  • veränderter Körpergeruch


Im Verhalten zeigen sich Stressreaktionen häufig so:

  • geringere Ansprechbarkeit

  • schnellere Reaktionen auf Reize

  • innere Unruhe (z. B. häufiges Liegeplatzwechseln)

  • vermehrtes Trinken

  • plötzliches Urinieren, insbesondere bei Trennungsstress


Wichtig ist: Kein einzelnes Signal bedeutet automatisch Stress. Erst das Zusammenspiel mehrerer Anzeichen und der Kontext machen eine Einschätzung möglich.


Fortschritt bedeutet nicht Perfektion

Was mir in solchen Momenten hilft, ist der Blick auf den Alltag außerhalb dieser Situationen. Zuhause ist Thy ruhig, verschmust und gelassen. Diese Seite gehört genauso zu ihm wie die Unsicherheit gegenüber anderen Hunden draußen.

Es ist leicht, sich auf einzelne schwierige Momente zu fokussieren. Gleichzeitig lohnt es sich, die vielen gelungenen Situationen bewusst wahrzunehmen. Entwicklung passiert selten geradlinig. Es gibt Tage, an denen alles stabil wirkt, und Tage, die daran erinnern, dass Lernen Zeit braucht.

 

Mit einem sensiblen Hund zu leben bedeutet, aufmerksam zu bleiben, ohne sich von einzelnen Situationen entmutigen zu lassen. Genau darin liegt oft der größte Fortschritt.

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Unter- und Überforderung: Achtung Plot Twist! https://paw-ly.de/unter-und-ueberforderung-achtung-plot-twist/ Sat, 07 Jun 2025 12:15:07 +0000 https://paw-ly.de/?p=1933 Unter- und Überforderung: Achtung Plot Twist! In der Welt des Hundetrainings gibt es immer wieder spannende Themen, und ein besonders wichtiger Punkt ist das Thema Über- und Unterforderung. Doch wo genau liegt der Unterschied, und wie erkennst Du, ob dein Hund überfordert oder unterfordert ist? Was ist Überforderung? Überforderung tritt auf, wenn zu viel von […]

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Unter- und Überforderung: Achtung Plot Twist!

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In der Welt des Hundetrainings gibt es immer wieder spannende Themen, und ein besonders wichtiger Punkt ist das Thema Über- und Unterforderung. Doch wo genau liegt der Unterschied, und wie erkennst Du, ob dein Hund überfordert oder unterfordert ist?


Was ist Überforderung?

Überforderung tritt auf, wenn zu viel von Deinem Hund verlangt wird – sei es körperlich, geistig oder emotional. Hunde reagieren auf Überforderung oft mit Stress, was sich in unterschiedlichen Verhaltensweisen äußern kann. Überforderung zeigt sich, wenn Dein Hund sich aus einer Situation nicht mehr selbstständig befreien kann oder sich in gewohnte Verhaltensmuster zurückzieht.

Ein klassisches Beispiel ist, wenn ein Hund plötzlich das Sitz Signal nicht mehr ausführen kann. In einer stressigen Situation blockiert der Hund nicht absichtlich, sondern aufgrund einer Überlastung seines Gehirns, in dem Teil, der für die Informationsverarbeitung zuständig ist.

Kleiner Tipp: Wenn Dein Hund plötzlich bekannte Signale nicht mehr ausführen kann, könnte dies auf Überforderung hindeuten. Hier hilft es, einen Schritt zurückzutreten und ihm Raum zu geben, sich zu entspannen, um den Stress abzubauen. Versuche es dann noch einmal mit gut bekannten Signalen und Tricks.


Die Gefahr der Unterforderung

Unterforderung entsteht, wenn Dein Hund nicht genügend geistige oder körperliche Herausforderungen erhält, die seinem Aktivitätslevel entsprechen. In diesen Fällen zeigt Dein Hund vielleicht ein frustriertes Verhalten, weil er sich langweilt oder nicht ausreichend gefordert wird. Es gibt auch das Phänomen, dass Hunde in einer unterforderten Situation plötzlich eine verstärkte Suche nach Aktivitäten starten, die ihre Aufmerksamkeit fordern. Zum Beispiel zeigt Thy mir, wenn er zu wenig körperliche oder geistige Auslastung hat, durch vermehrtes Spielverhalten, dass er noch Energie abbauen muss.

Unterforderung kann zu negativen Verhaltensweisen führen, wie etwa exzessivem Kauen oder übermäßigem Spielen bis hin zu selbstverletzendem Verhalten. Hunde, die in dieser Phase nicht genug gefordert werden, neigen dazu, Frust zu entwickeln.


Die Symptomatik: Überforderung und Unterforderung sind oft schwer zu unterscheiden

Ein interessanter Punkt ist, dass die Symptome von Über- und Unterforderung sich sehr ähneln können. Beide Zustände können zu Stress führen, der sich in ähnlichen Verhaltensmustern äußert. Es ist oft schwer zu erkennen, ob Dein Hund unterfordert ist oder ob er bereits überfordert wurde. Ein Hund, der viel zu viel auf einmal aufnehmen muss, reagiert ähnlich wie ein Hund, der zu wenig gefordert wird. Dennoch ist es im Alltag eigentlich so, dass die meisten Hunde eher überfordert sind, statt unterfordert. 


Wie erkennst Du, was Dein Hund braucht?

Es gibt einige Hinweise, die Dir dabei helfen können, festzustellen, ob Dein Hund eher unter- oder überfordert ist. Ein effektiver Ansatz ist, die Signale Deines Hundes über längere Zeit zu beobachten und ein Tagebuch zu führen. So kannst Du Muster erkennen und besser abschätzen, was Deinem Hund fehlt. Verhaltensänderungen, wie plötzliche Unruhe oder das Zurückfallen in alte Gewohnheiten, können wichtige Hinweise auf die jeweilige Situation sein.


Was kannst Du tun, wenn Du Dir unsicher bist?

Wenn Du dir nicht sicher bist, ob Dein Hund überfordert oder unterfordert ist, ist es hilfreich, ihm ein vertrautes und einfaches Spiel anzubieten, das er bereits gut beherrscht. Zum Beispiel ein Suchspiel, bei dem er etwas Futter findet. Achte darauf, wie Dein Hund reagiert. Wenn er mit Begeisterung dabei ist und sich total reinsteigert, könnte eine Unterforderung vorliegen. Reagiert er hingegen gestresst und unruhig und weiß gar nicht recht, was er jetzt tun soll, kann es ein Zeichen für Überforderung sein.

Tipp: Setze auf Selbstwirksamkeit – wie das Exit Target! Dein Hund kann selbst entscheiden, wann er eine Pause benötigt, was ihm hilft, die Kontrolle über die Situation zu behalten. Das hilft nicht nur, Überforderung zu vermeiden, sondern stärkt auch das Vertrauen zwischen Dir und Deinem Hund.


Fazit

Die Balance zwischen Herausforderung und Entspannung zu finden, ist entscheidend für das Wohlbefinden Deines Hundes. Achte auf die Signale Deines Hundes und sei geduldig, wenn er eine Pause benötigt. Überforderung und Unterforderung sind zwei Seiten derselben Medaille, und oft ist es nicht einfach, sie zu unterscheiden. Aber mit Achtsamkeit und den richtigen Maßnahmen kannst Du dafür sorgen, dass es Deinem Hund sowohl körperlich als auch geistig gut geht.

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Gassi gehen oder Marathon laufen? https://paw-ly.de/gassi-gehen-oder-marathon-laufen/ https://paw-ly.de/gassi-gehen-oder-marathon-laufen/#respond Thu, 23 Jan 2025 20:47:35 +0000 https://paw-ly.de/?p=1509 Gassi gehen oder Marathon laufen? Es gibt wohl kaum eine Frage, die so oft gestellt wird wie diese: Wie oft sollte man mit seinem Hund rausgehen? Und wie oft habe ich schon gehört: “Ah Du hast ja einen Australian Shepherd, mit dem musst Du ja mindestens 3 Stunden am Tag laufen gehen!” Aber die Antwort […]

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Gassi gehen oder Marathon laufen?

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Es gibt wohl kaum eine Frage, die so oft gestellt wird wie diese: Wie oft sollte man mit seinem Hund rausgehen? Und wie oft habe ich schon gehört: “Ah Du hast ja einen Australian Shepherd, mit dem musst Du ja mindestens 3 Stunden am Tag laufen gehen!” Aber die Antwort darauf ist ebenso wichtig wie individuell. Die Bedürfnisse eines Hundes richten sich nach Alter, Gesundheit, Rasse und Temperament – doch es gibt ein paar allgemeine Richtlinien, die Hundebesitzer:innen Orientierung geben können.

Grundbedürfnisse des Hundes

Hunde sind erstaunlich anpassungsfähige Tiere, und ihre natürlichen Verhaltensweisen können uns viel über ihre Bedürfnisse verraten. Studien zeigen, dass Hunde in freier Wildbahn keineswegs stundenlang unterwegs sind. (1) Sie bewegen sich selbstbestimmt, ruhen viel und gehen gezielt auf Nahrungssuche. Das heißt aber nicht, dass wir unseren Hunden keine Bewegung bieten müssen! Im Gegenteil – Bewegung und mentale Stimulation sind essenziell. Der Fokus sollte jedoch darauf liegen, die richtige Balance zu finden, um Überforderung, aber auch Unterforderung zu vermeiden.

Die Faustregel: Drei bis fünf Gassigänge pro Tag

Ein guter Richtwert sind drei bis fünf Spaziergänge am Tag. Dabei muss es nicht immer um lange Ausflüge gehen. Manche Runden dienen einfach nur dazu, dass Euer Hund sich lösen und markieren kann. Das ist besonders wichtig, da Hunde eine begrenzte Kapazität in ihrer Blase haben. Je nach Trinkverhalten und Alter sollte man ungefähr alle vier bis sechs Stunden eine Lösungsmöglichkeit anbieten.

Struktur für die Spaziergänge

Eine gute Tagesstruktur könnte so aussehen:

  1. Kurze Morgenrunde: Startet den Tag mit einem kurzen Spaziergang, um die wichtigsten Bedürfnisse Eures Hundes zu decken.
  2. Etwas größere Nachmittags Runde: Hier darf es etwas mehr Bewegung und Abwechslung geben. Eine Stunde oder auch nur 45 Minuten können ausreichen. Achtet darauf, dass Ihr gemeinsam etwas unternehmt, wie Suchspiele oder andere Interaktionen. Hier könnte sich zum Beispiel auch ein stationärer Spaziergang anbieten! 
  3. Abendrunde: Der letzte Spaziergang des Tages kann wieder eine kurze Runde sein, bei der der Hund sich entspannen und lösen kann.

Wenn Euer Hund das braucht, reichen zwischendrin kleine Löse-Runden.

Qualität vor Quantität

Es geht nicht darum, wie viele Kilometer Ihr zurücklegt oder wie viel Zeit Ihr draußen verbringt. Viel wichtiger ist, dass die Zeit sinnvoll genutzt wird. Überladet Euren Hund nicht mit zu vielen Aktivitäten und achtet darauf, dass er ausreichend Ruhepausen bekommt. Bedenkt: Hunde brauchen durchschnittlich 16 bis 20 Stunden Schlaf und Ruhe pro Tag, je nach Alter, Gesundheitszustand oder auch Stresslevel.

Sonderfälle beachten

Natürlich gibt es Ausnahmen: Welpen, Senioren und Hunde mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten oder gesundheitlichen Problemen haben andere Bedürfnisse. Hier ist es besonders wichtig, individuell zu planen und sich gegebenenfalls Rat von Hundetrainer:innen oder Tierärzt:innen einzuholen.

Fazit

Mit diesem kleinen Mini-Leitfaden seid Ihr auf einem guten Weg!  Beobachtet, ob Euer Hund ausgeglichen wirkt oder ob Ihr Anpassungen vornehmen müsst. Denkt daran: Jeder Hund ist anders, und Ihr kennt Euren Hund am besten.

1. Péreza; Guillermo E., 2018: Movement and home range of owned free-roaming male dogs in Puerto Natales, Chile. In: Applied Animal Behaviour Science

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Markersignale für Fortgeschrittene https://paw-ly.de/markersignale-fuer-fortgeschrittene/ https://paw-ly.de/markersignale-fuer-fortgeschrittene/#respond Sat, 07 Dec 2024 18:35:55 +0000 https://paw-ly.de/?p=1481 Markersignale für Fortgeschrittene Wenn Du bereits erste Erfahrungen mit Markerwörtern gesammelt hast, weißt Du, wie effektiv sie im Hundetraining sein können. Doch das Potenzial von Markersignalen endet nicht bei einem einzigen Wort oder dem Klicker. Im fortgeschrittenen Training kannst Du auch mehrere Markerwörter gezielt einsetzen, um die Kommunikation mit Deinem Hund weiter zu verbessern. In […]

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Markersignale für Fortgeschrittene

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Wenn Du bereits erste Erfahrungen mit Markerwörtern gesammelt hast, weißt Du, wie effektiv sie im Hundetraining sein können. Doch das Potenzial von Markersignalen endet nicht bei einem einzigen Wort oder dem Klicker. Im fortgeschrittenen Training kannst Du auch mehrere Markerwörter gezielt einsetzen, um die Kommunikation mit Deinem Hund weiter zu verbessern. In diesem Blogbeitrag zeigen erkläre ich Dir, wie Du Dein Repertoire an Markersignalen aufpeppen kannst und welche Vorteile das für Dich und Deinen Hund hat.

1. Warum mehrere Markerwörter?
Ein einzelnes Markersignal wie der Klicker oder ein allgemeines Wort wie „Top“ ist bereits hilfreich, aber mit mehreren Markersignalen kannst Du die Belohnungen spezifizieren und abwechslungsreicher gestalten. Anstatt immer die gleiche Art der Belohnung anzubieten, kannst Du verschiedene Markersignale nutzen, die alle eine einzige Belohnungsart ankündigen. So kannst Du spezifisch auf eine Situation angepasst reagieren.

2. Beispiele für unterschiedliche Markersignale
Hier sind einige Beispiele, wie Du verschiedene Markersignale effektiv nutzen kannst:

1. Allgemeiner Marker: „Top“
Der generelle Marker, wie „Top“, kann verwendet werden, um eine Belohnung anzukündigen, ohne dass der Hund genau weiß, wie diese aussieht. Dies kann die Vorfreude steigern, da der Hund nicht immer die gleiche Art von Belohnung erwartet.

2. Spezifischer Marker für Spielzeug: „Spieli“
Wenn Du möchtest, dass dein Hund Spielzeug als Belohnung erhält, kannst Du einen speziellen Marker wie „Spieli“ verwenden. Dieser Marker signalisiert Deinem Hund, dass gleich ein bestimmtes Spielzeug zum Einsatz kommt. Das kann besonders motivierend für Hunde sein, die es lieben mit einem Spielzeug belohnt zu werden. Das lässt sich natürlich auch noch weiter spezifizieren, zum Beispiel könnte “Zergeln” immer bedeuten, das Dein Hund jetzt mit Dir gemeinsam an einem Spieli zergeln darf.

3. Spezifischer Marker für Futter am Boden suchen: „Suchen“
„Suchen“ könnte als Marker für Futter dienen, dass immer vor Deinem Hund am Boden erschnüffelt werden kann . Der Hund weiß genau, dass es sich lohnt nach diesem Signal die Schnauze Richtung Boden zu bewegen.

4. Positionsmarker: „Get it“
Dieser Marker ist besonders nützlich, wenn Dein Hund auf Distanz arbeitet und das Futter nicht direkt bei Dir abholen soll. „Get it“ signalisiert Deinem Hund, dass das Futter in die Richtung fliegen wird, in die er gerade schaut oder läuft. Dies ist besonders hilfreich bei Hundesportarten wie Hoopers oder beim Training mit Distanz.

5. Ruhemarker
Ein Ruhemarker kann verwendet werden, um Deinem Hund Entspannung oder Ruhe zu signalisieren, ohne eine sofortige Belohnung zu erwarten.

3. Vorteile und Herausforderungen
Vorteile:
Erhöhte Vorfreude und Motivation: Verschiedene Markersignael schaffen Abwechslung und machen das Training spannender für Deinen Hund. Die Ungewissheit, welche Belohnung als nächstes kommt, kann zusätzlich motivierend wirken.

Gezielte Belohnungen: Mit verschiedenen Markern kannst Du gezielt bestimmte Belohnungen anbieten, die Deinem Hund besonders wichtig sind oder die optimal in eine bestimmte Situation passen. Das kann dazu beitragen, dass er die gewünschten Verhaltensweisen schneller lernt und besser abspeichert.

Herausforderungen:
Aufmerksamkeit halten: Wenn zu viele Markersignale im Spiel sind, kann es schwierig sein, die Aufmerksamkeit des Hundes konstant zu halten. Achte darauf, dass Du klare und konsistente Signale verwendest, um Verwirrung zu vermeiden.

Konsistenz ist wichtig: Wenn Du mehrere Markersignale verwendest, besteht die Gefahr, dass Du sie durcheinander bringst. Es ist wichtig, dass Du genau weißt, welches Wort welche Belohnung ankündigt, und dass Du konsequent bleibst.

4. Tipps zur effektiven Nutzung von Markersignalen
Vorbereitung ist alles: Bevor Du neue Markersignale einführst, plane genau, welche Belohnung Du mit welchem Marker verknüpfen möchtest. Das hilft dir, Verwirrung und Fehler zu vermeiden.
Klarheit schaffen: Stelle sicher, dass Dein Hund die Bedeutung jedes Markers klar versteht. Beginne mit wenigen Markern und erweitere langsam. Konsistenz und Geduld: Sei geduldig und konsistent in Deiner Anwendung der Markersignale. Es kann eine Weile dauern, bis dein Hund alle Signale richtig verknüpft hat.

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Der Aufbau des Markerworts – Achtung Fallstricke!​ https://paw-ly.de/der-aufbau-des-markerworts-achtung-fallstricke/ https://paw-ly.de/der-aufbau-des-markerworts-achtung-fallstricke/#respond Sat, 30 Nov 2024 09:26:34 +0000 https://paw-ly.de/?p=1461 Der Aufbau des Markerworts – Achtung Fallstricke! Ein Markerwort kann im Hundetraining ein unglaublich mächtiges Werkzeug sein, wenn es richtig eingesetzt wird. Es dient dazu, dem Hund punktgenau zu signalisieren, dass er etwas richtig gemacht hat und erleichtert die Kommunikation zwischen Mensch und Hund erheblich. Doch beim Aufbau des Markerworts kann es auch mal zu […]

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Der Aufbau des Markerworts - Achtung Fallstricke!

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Ein Markerwort kann im Hundetraining ein unglaublich mächtiges Werkzeug sein, wenn es richtig eingesetzt wird. Es dient dazu, dem Hund punktgenau zu signalisieren, dass er etwas richtig gemacht hat und erleichtert die Kommunikation zwischen Mensch und Hund erheblich. Doch beim Aufbau des Markerworts kann es auch mal zu Schwierigkeiten kommen. Hier erkläre ich Dir, wie Du Dein Markerwort aufbaust und welche Fallstricke Du vermeiden solltest.


1. Warum ein Markerwort?
Das Markerwort ist ein Signal, das dem Hund unmittelbar mitteilt, dass er etwas richtig gemacht hat. Es ist also wie ein kleines, präzises „Ja!“ von Dir, das dem Hund genau zeigt, welches Verhalten belohnt wird. Diesem Wort folgt dann eine Belohnung, wie ein Leckerchen oder ein Spielzeug. Der Vorteil eines Markerworts gegenüber anderen Markersignalen wie dem Klicker ist, dass es immer zur Hand ist und Du es überall einsetzen kannst.


2. Der Aufbau des Markerworts
Der Schlüssel zum erfolgreichen Einsatz eines Markerworts liegt in seiner konsequenten und korrekten Anwendung. Hier sind die Schritte, die Dir dabei helfen können:

1. Wähle ein einzigartiges Wort:. Dein Markerwort sollte ein kurzes, prägnantes Wort sein, das Du leicht aussprechen kannst und das im Alltag nicht häufig verwendet wird. Beliebte Beispiele sind „Top” oder „Klick“. Vermeide Wörter, die Du häufig unbewusst im Alltag benutzt, um Verwechslungen zu vermeiden.

2. Konditioniere das Markerwort: Beginne damit, das Wort zu einem Belohnungsversprechen zu machen. Sage das Markerwort und gib Deinem Hund unmittelbar danach eine Belohnung. Wiederhole diesen Vorgang etwa 10-20 Mal direkt hintereinander, bis dein Hund das Markerwort mit einer positiven Belohnung verknüpft. Achte darauf, dass die Belohnung nicht später als 0,5 – 1 Sekunde nach dem Signal kommt.

3. Trainiere an einfachen Übungen: Beginne mit einfachen, klaren Verhaltensweisen, wie „Sitz“ oder „Platz“, um das Timing und die Verwendung Deines Markerworts zu perfektionieren. Dies hilft Dir, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann und wie du das Wort einsetzen solltest. Danach nutzt Du Dein Markerwort immer dann, wenn Dein Hund etwas richtig und gut macht.


3. Häufige Fallstricke und wie man sie vermeidet
1. Das Markerwort nicht im Alltag verwenden: Ein häufiger Fehler ist, das Markerwort nur im Training zu verwenden. Das führt dazu, dass der Hund das Wort nur mit Training in Verbindung bringt und es nicht in Alltagssituationen als positive Bestätigung versteht. Verwende das Markerwort regelmäßig auch außerhalb von Trainingseinheiten, um es fest im Alltagsvokabular Deines Hundes zu verankern.

2. Ungeklärte Belohnung: Es ist wichtig, dass das Markerwort immer zu einer Belohnung führt. Wenn dein Hund das Markerwort hört, erwartet er eine Belohnung. Wenn diese ausbleibt oder nicht regelmäßig erfolgt, kann das Vertrauen in das Markerwort untergraben werden. Achte darauf, dass Du immer eine Belohnung bereit hältst. Das Markerwort ist ein Versprechen, das Du Deinem Hund gibst!

3. Timing-Probleme: Ein häufiger Stolperstein ist das Timing. Der Hund sollte das Markerwort genau in dem Moment hören, wenn das gewünschte Verhalten stattfindet. Achte darauf, dass das Markerwort zeitlich so platziert wird, dass der Hund genau versteht, welches Verhalten belohnt wird. Wenn das Markerwort etwa nach dem gewünschten Verhalten kommt, verbindet der Hund die Bestätigung mit dem, was er genau nach dem Verhalten gezeigt hat.

4. Auflösen nach dem Markerwort: Wenn Dein Hund nach dem Markerwort aufsteht, weil er sich auf die Belohnung freut, kann das zu Verwirrung führen. Der Marker bezieht sich auf das Verhalten im Moment, als das Wort gesagt wird. Die Belohnung sollte jedoch in der Endposition des Hundes erfolgen. Wenn Dein Hund zum Beispiel „Sitz“ gemacht hat, das Markerwort hört und dann aufsteht, während Du die Belohnung holst, führe ihn einfach zurück in die Sitzposition und belohne ihn dort. Hier lautet die Devise: Click for action – feed in position!

5. Überforderung: Besonders zu Beginn kann es überwältigend sein, das Markerwort korrekt zu verwenden. Vermeide es, zu viele Tricks oder Verhaltensweisen gleichzeitig zu trainieren. Konzentriere Dich auf ein Verhalten, das Dein Hund schon sehr gut ausführen kann, perfektioniere das Markerwort für dieses Verhalten und erweitere dann nach und nach die Komplexität.

4. Fazit
Der Aufbau und Einsatz eines Markerworts kann eine wertvolle Ergänzung zu Deinem Hundetraining sein, wenn Du es richtig einsetzt. Das wichtigste ist, Geduld zu haben und konsequent zu sein. Das Markerwort soll Deinem Hund ein klares Signal geben, welches Verhalten gewünscht ist, und ihn für seine Bemühungen belohnen. Wenn Du die typischen Fallstricke beachtest und mit Geduld an die Sache herangehst, wird Dein Hund sehr schnell verstehen, was Du von ihm möchtest, und das Training wird für Euch beide viel effektiver und angenehmer.

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Jep, Top, Click – Markersignale erklärt https://paw-ly.de/jep-top-click-markersignale-erklart/ https://paw-ly.de/jep-top-click-markersignale-erklart/#respond Sat, 12 Oct 2024 14:46:52 +0000 https://paw-ly.de/?p=1450 Jep, Top, Click – Markersignale erklärt “Habt Ihr schon mal mit einem Klicker gearbeitet?” Das ist eine der ersten Fragen, die ich meine Kund:innen frage. Aber geht es in diesem nicht eigentlich um Markersignale? Ja. Und das Prinzip von Klicker und Markersignal ist tatsächlich genau dasselbe, nur ist der Klicker etwas verbreiteter. Wenn Du in […]

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Jep, Top, Click – Markersignale erklärt

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“Habt Ihr schon mal mit einem Klicker gearbeitet?”
Das ist eine der ersten Fragen, die ich meine Kund:innen frage. Aber geht es in diesem nicht eigentlich um Markersignale? Ja. Und das Prinzip von Klicker und Markersignal ist tatsächlich genau dasselbe, nur ist der Klicker etwas verbreiteter. Wenn Du in Fürth, Nürnberg oder Schwabach lebst und auf der Suche nach einem effektiven, bedürfnisorientierten Weg für Deinen Vierbeiner bist, dann ist dieser Beitrag genau das richtige für Dich. 

Was ist ein Markersignal?

Ganz einfach gesagt, ein Markersignal dient dazu, deinem Hund punktgenau zu bestätigen, dass er gerade etwas richtig gemacht hat. Es ist wie ein magischer Moment, in dem Du Deinem Hund sagst: „Ja, genau das war richtig!“. Aber das Wichtigste: Ein Markersignal ist immer auch ein Versprechen: Wenn dieses Signal ertönt, folgt darauf IMMER etwas Positives – meistens eine Belohnung.

Wie oft hattest Du schon folgende Situation: Dein Hund macht etwas gut, der Moment ist allerdings so schnell schon vorbei, dass Du Dir denkst “Oh, jetzt war ich nicht schnell genug, um das Leckerchen aus der Tasche zu holen”. Genau das für haben wir ein Markersignal! Das könnte übrigens ein Klickgeräusch sein, wenn Du einen Klicker verwendest, oder ein einfaches Wort, wie „Top!“, wenn Du ein Markerwort benutzt.

Der Klicker vs. das Markerwort

Der Klicker: Der Klicker ist ein mechanisches Gerät, das bei Betätigung ein klar definiertes Klickgeräusch erzeugt. Dieser Klang ist immer gleich und sorgt so für eine präzise Markierung des gewünschten Verhaltens. Das kann bei vielen Hunden zu schnelleren Lernerfolgen, als das Markerwort, führen, da das Geräusch sehr intensiv und konstant ist. Jedoch gibt es auch Nachteile: Der Klicker muss immer dabei sein, was im Alltag unpraktisch sein kann, ängstliche Hunde können das laute Klickgeräusch unheimlich finden oder in Deinem Umfeld nutzt jemand den gleichen Klicker und erzeugt dasselbe Geräusch.

Das Markerwort: Im Gegensatz dazu kann ein Markerwort flexibel eingesetzt werden. Es ist einfach ein Wort oder ein Geräusch, das Du sprichst, wie „Top!“, „Ja!“, oder „Klasse!“. Ein Markerwort ist immer verfügbar, Du trägst es quasi immer bei Dir. Der Nachteil ist, dass Deine Stimmung und Intonation das Markerwort beeinflussen können, oder bei einer Erkältung für Dich unangenehm in der Aussprache sein kann. Dies kann unter Umständen bei sehr sensiblen Hunden zu unterschiedlichen Reaktionen führen.

Vorteile und Nachteile

Klicker:

  • Vorteil: Konstante und unveränderliche Geräuschmarkierung.
  • Nachteil: Muss immer dabei sein und das Geräusch kann bei einigen Hunden (besonders aus dem Tierschutz oder mit Geräuschangst) unangenehm sein.

Markerwort:

  • Vorteil: Immer verfügbar und Du kannst es überall einsetzen.
  • Nachteil: Deine Stimmung kann die Wahrnehmung des Signals beeinflussen.

Tipps zur Wahl des Markersignals

  1. Verfügbarkeit: Überlege, wie oft du Dein Markersignal im Alltag nutzen möchtest. Wenn Du viel unterwegs bist, könnte ein Markerwort praktischer sein.
  2. Hundetyp: Wenn Dein Hund empfindlich auf Geräusche reagiert, könnte ein Markerwort oder ein sanfter Klicker eine bessere Wahl sein.

Mehrhundehaushalt: Das richtige Markerwort finden

Wenn Du mehrere Hunde hast, kann es sinnvoll sein, unterschiedliche Markerwörter zu verwenden, um Missverständnisse zu vermeiden. Du könntest zum Beispiel „Top“ für den einen und „Klick“ für den anderen Hund verwenden. Dies hilft dabei, klarzustellen, welcher Hund gerade belohnt wird. Allerdings kann es auch hinderlich werden, wenn Du beide Hunde gleichzeitig belohnen willst, da eines der Signale dann immer verzögert kommt.

Do-It-Yourself: Markerwort aufbauen

Schritt 1:  Wenn Du ein neues Markerwort einführst, stelle sicher, dass es nicht in Deinem Alltagsgebrauch vorkommt, um Verwirrung zu vermeiden. Ein kurzes, prägnantes Wort funktioniert am besten. 

Schritt 2: Nimm Dir 10 – 15 Leckerlis und Deinen Hund. Sag Dein Markerwort und gib Deinem Hund innerhalb von einer Sekunde die Belohnung. Wiederhole dies 10-15x. Wichtig: Dein Hund muss nichts dafür tun, gib ihm keine Signale vorher. Er muss Dich auch nicht anschauen! 

Schritt 3: Teste die Reaktion Deines Hundes, indem Du das Wort sagst, während seine Aufmerksamkeit gerade nicht bei Dir liegt. Reagiert er? Belohne ihn. Reagiert er nicht? Belohne ihn dennoch und wiederhole Schritt 2 nochmals.

Was tun, wenn du versehentlich markierst?

Es kann passieren, dass Du das Markerwort versehentlich verwendest, wenn Dein Hund etwas macht, das nicht erwünscht ist. In solchen Fällen ist es wichtig, konsequent zu bleiben und trotzdem eine Belohnung zu geben, um Dein Versprechen nicht zu brechen. Dann hat Dein Hund in dem Fall einfach mal Glück gehabt und Du achtest in Zukunft etwas besser auf Dein Timing 😉 

Fazit

Ob Du Dich für den Klicker oder ein Markerwort entscheidest, liegt komplett bei Dir.. Wichtig ist, dass Du eine Methode wählst, die zu Dir und Deinem Hund passt und Dir hilft, effektiv und bedürfnisorientiert zu trainieren. Die richtige Wahl und der richtige Einsatz von Markersignalen können einen großen Unterschied in Deinem Training machen und die Kommunikation mit Deinem Hund erheblich verbessern.

Lena ist in einer Portrait Ansicht zu sehen, sie lächelt in die Kamera. Der Hintergrund ist ein Wald in herbstlichen Farben.

Ich freue mich auf Euch!

Hast Du Fragen oder findest ein ganz bestimmtes Angebot nicht? 

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