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Gassi gehen oder Marathon laufen?

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Es gibt wohl kaum eine Frage, die so oft gestellt wird wie diese: Wie oft sollte man mit seinem Hund rausgehen? Und wie oft habe ich schon gehört: “Ah Du hast ja einen Australian Shepherd, mit dem musst Du ja mindestens 3 Stunden am Tag laufen gehen!” Aber die Antwort darauf ist ebenso wichtig wie individuell. Die Bedürfnisse eines Hundes richten sich nach Alter, Gesundheit, Rasse und Temperament – doch es gibt ein paar allgemeine Richtlinien, die Hundebesitzer:innen Orientierung geben können.

Grundbedürfnisse des Hundes

Hunde sind erstaunlich anpassungsfähige Tiere, und ihre natürlichen Verhaltensweisen können uns viel über ihre Bedürfnisse verraten. Studien zeigen, dass Hunde in freier Wildbahn keineswegs stundenlang unterwegs sind. (1) Sie bewegen sich selbstbestimmt, ruhen viel und gehen gezielt auf Nahrungssuche. Das heißt aber nicht, dass wir unseren Hunden keine Bewegung bieten müssen! Im Gegenteil – Bewegung und mentale Stimulation sind essenziell. Der Fokus sollte jedoch darauf liegen, die richtige Balance zu finden, um Überforderung, aber auch Unterforderung zu vermeiden.

Die Faustregel: Drei bis fünf Gassigänge pro Tag

Ein guter Richtwert sind drei bis fünf Spaziergänge am Tag. Dabei muss es nicht immer um lange Ausflüge gehen. Manche Runden dienen einfach nur dazu, dass Euer Hund sich lösen und markieren kann. Das ist besonders wichtig, da Hunde eine begrenzte Kapazität in ihrer Blase haben. Je nach Trinkverhalten und Alter sollte man ungefähr alle vier bis sechs Stunden eine Lösungsmöglichkeit anbieten.

Struktur für die Spaziergänge

Eine gute Tagesstruktur könnte so aussehen:

  1. Kurze Morgenrunde: Startet den Tag mit einem kurzen Spaziergang, um die wichtigsten Bedürfnisse Eures Hundes zu decken.
  2. Etwas größere Nachmittags Runde: Hier darf es etwas mehr Bewegung und Abwechslung geben. Eine Stunde oder auch nur 45 Minuten können ausreichen. Achtet darauf, dass Ihr gemeinsam etwas unternehmt, wie Suchspiele oder andere Interaktionen. Hier könnte sich zum Beispiel auch ein stationärer Spaziergang anbieten! 
  3. Abendrunde: Der letzte Spaziergang des Tages kann wieder eine kurze Runde sein, bei der der Hund sich entspannen und lösen kann.

Wenn Euer Hund das braucht, reichen zwischendrin kleine Löse-Runden.

Qualität vor Quantität

Es geht nicht darum, wie viele Kilometer Ihr zurücklegt oder wie viel Zeit Ihr draußen verbringt. Viel wichtiger ist, dass die Zeit sinnvoll genutzt wird. Überladet Euren Hund nicht mit zu vielen Aktivitäten und achtet darauf, dass er ausreichend Ruhepausen bekommt. Bedenkt: Hunde brauchen durchschnittlich 16 bis 20 Stunden Schlaf und Ruhe pro Tag, je nach Alter, Gesundheitszustand oder auch Stresslevel.

Sonderfälle beachten

Natürlich gibt es Ausnahmen: Welpen, Senioren und Hunde mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten oder gesundheitlichen Problemen haben andere Bedürfnisse. Hier ist es besonders wichtig, individuell zu planen und sich gegebenenfalls Rat von Hundetrainer:innen oder Tierärzt:innen einzuholen.

Fazit

Mit diesem kleinen Mini-Leitfaden seid Ihr auf einem guten Weg!  Beobachtet, ob Euer Hund ausgeglichen wirkt oder ob Ihr Anpassungen vornehmen müsst. Denkt daran: Jeder Hund ist anders, und Ihr kennt Euren Hund am besten.

1. Péreza; Guillermo E., 2018: Movement and home range of owned free-roaming male dogs in Puerto Natales, Chile. In: Applied Animal Behaviour Science

Lena ist in einer Portrait Ansicht zu sehen, sie lächelt in die Kamera. Der Hintergrund ist ein Wald in herbstlichen Farben.

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